Dekorieren
Kerzenständer
Kerzenlicht bringt nicht nur romantische Stimmung, sondern auch viel Wärme und Gemütlichkeit in einen Raum. Ob man die Kerzen nun im Schlafzimmer, Bad oder im Wohnzimmer leuchten lässt, spielt dabei keine Rolle. Doch für das Aufstellen von Kerzen benötigt man in der Regel auch Kerzenständer. Kerzenständer, Halter für Teelichte oder Windlichter dienen uns allen nur zu einem Zweck – sie sollen die Kerze oder Kerzen dekorativ in Szene setzen, dabei möglichst stabil das Licht halten. Die Vielfalt an Formen und Materialien für Kerzenständer, -halter und Windlichter scheinen schier unendlich. In einer üppigen Auswahl von antiken Formen aus Eisen bis hin zu modernen, sehr fragilen Glas-Kerzenständern dürfen wir uns richtig austoben. Zugegeben, manche Kerzenständer erscheinen eher dekorativ als wirklich praktisch und sind es dann auch, aber sie sehen so unfassbar gut aus, dass man nur schwer daran vorbei kommt. Selbst Männer, die strenge, klare Linien oft bevorzugen, haben bei Kerzenständern ihren ganz persönlichen schwachen Dekorationsmoment und können selten bei dem einen oder anderen Stück widerstehen. Die Romantiker unter uns betrachten die Halterungen fürs Wachslicht sowieso als unverzichtbares Element in der Wohnung. Dabei können es für manche nicht genug Kerzenhalter sein. Es darf der Kerzenhalter aus Muscheln gefertigt oder in Korallenform für die Wellnessoase Bad sein, der schlichte eiserne Wandkerzenhalter für den Flur oder kleine gläserne Windlichter für den Wohnzimmertisch und das Küchenfenster. Wunderschöne Deckenkandelaber mit allerlei geschliffenem Glas, welches im Kerzenschein traumhaft das Licht widerspiegelt, zaubern Renaissance-Flair in ein Esszimmer und der mehrarmige Standkandelaber wirft romantische Schatten an die Wände des Schlafzimmers.
Neben diesen klassischen Kerzenhaltern gibt es natürlich noch jede Menge anderer Formen. Für die Ethnolooks der Wohnungseinrichtung findet sich eine große Auswahl asiatischer Kerzenhalter, Windlichter und Kerzenständer, orientalische und indische Varianten oder afrikanisch anmutende Lichtspender.
Ist man sich noch nicht so ganz sicher, welche Art Kerzenständer am Besten zur Wohnung passen, sollte man sich der kleinen Mühe und großen Freude hingeben, im Internet in entsprechenden Shops nach Anregungen zu suchen. Die Auswahl ist wirklich abendfüllend.
Lampen
Der Mensch verbrachte die meiste Zeit seines Daseins bisher mit eigentlich nur zwei Lichtquellen – dem Tageslicht und dem Feuer. Erst im Laufe des 19. Jahrhundert sollte sich dies mit der Erkenntnis zum Erzeugen von Elektrizität und deren Nutzung zum Betreiben der Glühlampe ändern. Man kann also davon ausgehen, dass die, bisher als älteste deklarierte, Höhlenmalerei von Chauvet tatsächlich unter der Beleuchtung von nur zwei Lichtquellen entstand wie Rembrandts „Nachtwache“ – mit Tageslicht und Feuer.
Licht in architektonische Räume zu bringen, war ein Thema, mit dem sich bereits die alten Baumeister der Ägypter auseinander setzten und noch heute finden wir erstaunliche bauliche Lösungen in alten Kirchen und Dombauten. Die stetige Neu- und Weiterentwicklung von Lampen ist untrennbar mit der menschlichen Entwicklung verbunden.
Auch heute hat sich am großen Interesse zum Licht und zur Beleuchtung von Räumen nichts geändert. Im Gegenteil. Wahrscheinlich wurde dieses Thema nie vielschichtiger als heute diskutiert. Die Ansprüche an optimale Raumausleuchtung steigen und der Trend geht eindeutig dahin, Tageslicht ähnliche Lichtquellen zu schaffen. Tageslicht ist immer noch das beste Licht für unsere Augen, schließlich haben diese sich im Laufe der Evolution bestens daran angepasst, und so stellen auch künstliche Lichtquellen mit dieser Eigenschaft die optimale Ausleuchtung von Räumen dar.
Der moderne Lampen – Markt bietet eine reiche Auswahl an verschiedensten Lichtquellen. Die Glühlampe als Leuchtstoff wird zwar in den nächsten Jahrzehnten ausgedient haben, aber schon stehen neue Leuchtmittel, wie z.B. LED-Lampen, in den Startlöchern. Doch nicht nur das Leuchtmittel selbst trägt zur „Lichtwerdung“ bei, sondern auch das Design des Lampenschirms. Sie bündeln oder streuen Licht, dämpfen oder verstärken es.
Während früher einfach dorthin eine Lampe gesetzt wurde, wo man etwas sehen wollte, steht heute eine ganze Berufsgruppe, nämlich die der Lichtplaner, in Bereitschaft, um Heim und berufliches Umfeld mit optimalen Lampen zu beleuchten.
Jeder Platz an dem wir uns aufhalten verlangt unterschiedliche Lichtverhältnisse. Sie bestimmen das Ambiente und die Erkennungsfähigkeit der Augen. Optimale Lampen und damit die optimale Ausleuchtung wirkt sich grundsätzlich schonend auf die Augen aus. Dies ist beim Fernsehen die kleine Beileuchte, die das Zimmer in eine angenehme Dämmerung taucht und das Fernsehbild hervorhebt, aber auch die Leuchtleiste über der Küchenarbeitsplatte, die Schattenbildung vermeidet.
Für die Lichtgestaltung von Innen- und Außenräumen stehen uns heute unzählige Möglichkeiten zur Verfügung. Von ganz direkter bis hin zur indirekten Beleuchtung findet sich im Lampenrepertoire derzeit garantiert die individuelle Lösung.
Allerdings ist es auch eine Frage des „Gewusst wie“, um optimale Lampen für den jeweiligen Raum oder Platz zu finden. Ein Esszimmertisch gilt z.B. dann als optimal ausgeleuchtet, wenn sich die Speisen gut erkennbar im Mittelpunkt des Lampenlichtes befinden. Die Gesichter der am Tisch sitzenden sollten dagegen leicht beschattet sein. Für einen Flur genügt meist eine Lampe mit entsprechendem Streufaktor des Lichts oder sogar indirekte Beleuchtung. Der Schreibtisch sollte dagegen eine Lampe zur direkten Beleuchtung des Arbeitsbereiches besitzen, die zudem auch flexibel in der Positionierung ist.
Faltwand und Paravents
Faltwände oder Paravents gehören seit den letzten Jahren wieder zu den Trendsettern in Sachen Inneneinrichtung. Die ursprünglich aus Japan und China stammenden zusammen faltbaren Trennwände gehörten vom 17. bis in die Anfänge des 19. Jahrhunderts sogar in jedes französische Boudoire. Heute gibt es sie in so vielen Variationen, dass sie wirklich in jeden Wohnstil zu integrieren sind.
Doch warum sollte überhaupt eine Faltwand in den Innenraum? Natürlich erreicht man eine Raumteilung auch mit festen Wänden. Doch Faltwände eignen sich deshalb wunderbar zur Separierung einzelner Bereiche, da sie ebenso gut dauerhaft, aber auch zeitlich beschränkt eingesetzt werden können. Da kann so ein praktischer Raumteiler zum Beispiel als Sichtschutz für die nächste Dessouparty im Wohnzimmer aufgestellt werden und ermöglicht so den Damen ein ungestörtes Umkleiden.
Sobald die Faltwand nicht mehr benötigt wird, verschwindet sie zusammengeklappt und wie nie da gewesen in einer Nische. Auch wenn man Veränderungen liebt sind Faltwände großartige Accessoires. Sie erlauben immer wieder eine erneute Raumaufteilung, finden so ihre praktische Anwendung als Raumteiler, oder sind einfach nur schmückendes Einrichtungselement.
In 1-Zimmer-Wohnungen oder auch Kinder- und Jugendzimmer sind sie ideal für die Trennung von Arbeits-, Wohn- oder Schlafbereiche. Vor allem für die Separierung des Schlafbereiches leisten die beweglichen Faltwände unschätzbare Dienste. Leicht zu verstellen ermöglichen sie tagsüber die Vergrößerung des Wohnbereiches und abends lassen sie Raum zum Schlafen.
Entsprechend ihres Einsatzes und des Platzbedarfes sind Faltwände natürlich auch in unterschiedlichen Größen zu erhalten. Abgesehen von der Höhe, die grundsätzlich so ausgelegt ist, dass maximal ein knappes „darüber sehen“ ermöglicht, ist das praktische Accessoire der Inneneinrichtung als zwei und mehrteiliges Element zu erhalten.
Auch die Materialien unterscheiden sich markant. Als klassische Faltwände gelten jene aus Reispapier, die z.B. mit typisch chinesischen oder japanischen Motiven einen Hauch Exotik ins Zimmer zaubern. Nostalgie durchströmt den Raum, der mit einer Faltwand aus Stoff bestückt wird. Gönnt man sich dazu auch noch die typischen Motive der vergangenen Jahrhunderte und edlen glänzenden Stoff, ist romantische Ambiente einfach perfekt. Immer mehr im Trend liegend setzen sich Faltwände aus Naturmaterialien durch.
Rattan und Wassernarzisse sind Materialien, die sich auch ausnehmen gut bei einer Faltwand für Bad oder Terrasse machen. Urbanes Wohnambiente wird mit einer Trennwand aus Edelstahl und satiniertem, geätztem oder farbigem Glas unterstrichen. Die Motive reichen von streng geometrisch bis hin Elementen aus der Natur. Vor allem letztere setzen durch die Gegensätzlichkeit von modernem Wohnstil und Naturmotiven auf Glas extravagante Akzente.
Die Vielfalt der Faltwände ist so groß wie die Wohnwelt reich an Ideen ist und so findet sich garantiert für jeden Gestaltungswunsch die richtige Faltwand .
Vasen
Vasen gehören in jede Wohnung. Ob man sie nun ausschließlich zur Dekoration nutzt, oder sie tatsächlich mit einem bunten, eleganten oder exquisiten Blumenstrauß schmückt. Und weil unsere Wohnungen so vielfältig wie unser Geschmack sind, gibt es Vasen natürlich auch in allen Formen und Farben. Dicke und dünne, große und kleine, einfarbige und bunte Vasen stehen zur Auswahl, ebenso Vasen aus Glas, Keramik, Porzellan oder Naturstoffen wie z. B. Wasserhyazinthe. 
Für jeden Einrichtungsstil lässt sich garantiert auch die passende Vase finden. Einen eher reduzierten Wohnstil mit modernem Ambiente unterstreicht die hohe, schlanke Bodenvase, die entweder sich selbst genügt, oder nur wenige langstielige Bambusstiele beherbergt. Auch einzelne, kleinere filigrane Porzellanvasen, passend in den Farben zu Schrank, Wand oder Boden, geben diesem Einrichtungsstil den letzten Schliff. Den Landhausstil ergänzen wir dagegen mit dicken, bauchigen Vasen, die von einem üppigen Blumenstrauß in satten Farben bewohnt werden.
Ob diese Vase dann auch noch mit einem Muster versehen ist, oder vielleicht einfarbig bleibt, sollte man anhand des gewählten Straußes und den übrigen Wohnaccessoires entscheiden. Auch wenn Landhausstil immer ein wenig mehr sein darf, muss es ja nicht zu viel sein. Asiatische Wohneinrichtungen lassen sich wunderbar mit dezenten, schlanken Vasen unterstreichen, die z. B. von einer einzelnen Orchideenblüte gekrönt werden. Aber auch die ganz typischen, asiatischen Bodenvasen bringen das gewünschte Flair in den Raum. Für fast jeden Wohnstil eignet sich der neueste Trend: Vasen aus Wasserhyazinthe.
Diese außergewöhnlichen und sehr naturnahen Vasentypen gibt es in fast allen erdenklichen Formen. Der Naturstoff Wasserhyazinthe fügt sich in jeden Wohnstil ein, ob man nun eher kühle, moderne Linien bevorzugt, die rustikale Gemütlichkeit vom Landhaus beleben möchte oder in einer verrückten Retro – Wohnung lebt. Natürlich gibt es für alle Retro-Fans auch die richtigen Retro – Vasen. Mit ihren bizarren Formen und kräftigen Farben begeistern die Retro – Vasen jedoch nicht nur Fans, sondern fügen sich oft auch überraschend harmonisch in andere Wohnstile ein.
Bildquelle: aboutpixel.de / Vasen-Familie © Rainer Sturm
Wohnaccessoires
Wohnaccessoires sind das Salz in der Einrichtungssuppe. Möbel, Wandfarben und Bodenbeläge sind die Grundzutaten, doch mit den Wohnaccessoires wird ein Wohnzimmer erst zu unserem Wohnzimmer, eine Küche erst zu unserer Küche. Wohnaccessoires „individualisieren“ unsere Wohnung, unser Haus, ja selbst unseren Arbeitsplatz. Sie schaffen es, dass wir endlich mit dem Wohlfühlen beginnen können, denn oft werden sie zwar auch nach „passt zur Einrichtung“ gekauft, noch öfter jedoch nach „das gefällt mir“. Wie sonst lassen sich die vielen unzähligen kleinen Dinge in einer Wohnung erklären, die eigentlich gar nicht so wirklich zur Einrichtung passen wollen, von denen wir uns aber auch nicht trennen können? Wohnaccessoires können aber gefallen und passen.
Offensichtlichkeiten wie z. B. Kissen lassen sich meist leicht auswählen. Harmoniert die Farbe, sind es die richtigen Kissen. Figuren, Bilder oder Vasen haben es da meist schon schwerer. Was ist, wenn man einen modernen Wohnstil mag, aber total auf Engel abfährt? Was auf den ersten Blick so gar nicht zusammen passen scheint, kann auf den zweiten Blick eine ausgesprochen Wohn-Beziehung eingehen. Man muss vielleicht nur etwas länger suchen, um statt mollige Putten, stilisierte elegante Himmelswächter zu finden, die sich auch mit dem angestrebten Wohnstil gut vertragen.
Doch bevor man sich lange den eigenen Kopf zerbricht, sollte man auf die Ideen anderer zurück greifen. Einrichtungsjournale, Online-Shops und Einrichtungsportale im Internet bieten jede Menge Ideenreichtum aus dem man auch für die eigene Wohnungseinrichtung schöpfen kann. Einzelne Akzente kann man immer heraus greifen und für die heimischen vier Wände gut verwenden. Oftmals erscheinen Dinge, mit denen man vielleicht selbst schon in der Fantasie gespielt hat, viel zu gewagt.
Plötzlich erkennt man jedoch in einem „schöner Wohnen“ Artikel die Umsetzung und stellt fest, dass diese Idee sehr wohl machbar ist. Eine Wohnung einzurichten bedeutet auch mal mutig zu sein, sich etwas trauen, mit den Accessoires zu spielen!
