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Stuhl

Rund um den Stuhl

Stühle gibt es in so großer Vielfalt und sie haben eine so lange Tradition, dass der heutige Beitrag sich ganz ausschließlich mit dem Thema: „Rund um den Stuhl“ beschäftigen will. was gibt es nicht alles für Stühle. Da wäre der Freischwinger. Er kommt gänzlich ohne  Hinterbeine aus und macht seinem Besitzenden viel Freude. Ebenso wie der Schaukelstuhl. Gerade in der Weihnachtszeit kommen da Erinnerungen an Märchen vorlesende Großmütter auf, überhaupt sind Schaukelstühle in Anbetracht ihrer eindeutig beruhigenden Eigenschaften sehr beliebt als Beimöbel und Relaxstuhl. Kippelstühle sind ja auch bei Kindern wegen ihrer lernfördernden Wirkung optimal einsetzbar, ob nun in Kindereinrichtungen, wie Schulen und Kindertagesstätten oder im eigenen Kinderzimmer. Kippelstühle regen die Gerhirnleistung an und machen dabei noch richtig viel Freude.

Knie nieder – oder besser knie höher?

Ein Schemel oder Hocker hat natürlich keine Rückenlehne und ist so gesehen kein richtiger Stuhl. Aber oft anzutreffen ist der Hocker und Schemel als Zusatzmöbel und Beistellvariante. Er ist schnell weggeräumt und ebenso schnell herbeigeholt, wenn plötzlich viele Gäste kommen. Weitere Stühle sind der Schwedenstuhl, der ein Klappstuhl ist, meist aus schlichtem Massiv-Holz.   Der Windsor-Stuhl dagegen ist aufgrund seiner leichten Bauweise und der an den Körper angepassten Sitzfläche und Rückenlehne eigentlich ein Dauerrenner. Die gedrehten Stäbe bieten auch optisch einen guten Eindruck.

Der Bürostuhl als funktioneller Stuhl

Zu den Stühlen, die nach ihrer Funktion hergestellt werden, können, um nur einige zu nennen,  Liegestühle, Kinderstühle, Friseurstühle und auch Bürostühle gezählt werden, denn sie alle sind nach den genauen Bedürfnissen und den Tätigkeiten konzipiert, die mit ihnen verrichtet werden. Der klassische Bürodrehstuhl hat Rollen, die den Belag schonen und leise sind, eine an den Rücken angepasste Lehne,  in die idealerweise eine Lordosenstütze eingearbeitet ist und er ist in der Höhe verstellbar sowie in der Schwingachse  nach vorn und hinten. dabei ist eine leichte Flexibilität in der Federung vorteilhaft. Auf hochwertigen Bürostühlen werden somit selbst lange und längste Sitzungen zum Erlebnis 🙂

Stühle

Stuhl, Stühle

Quelle: aboutpixel.de / Der Wüstenstuhl © koroth

Einst war das Sitzen auf Stühlen ein Privileg, vorbehalten den gekrönten Häuptern und später auch geistlichen Würdenträgern. Der Rest der Bevölkerung durfte sich auf dem blanken Boden niederlassen, allenfalls auf Decken, Kissen oder, wer hatte, Teppichen.

Stühle als Sitzgelegenheit der Allgemeinheit sind noch gar nicht all zu lange verbreitet. Erst im 16. Jahrhundert, als das Bürgertum seinen Machtbereich ausweitete, zog der Stuhl mehr und mehr auch in den „normalen“ Wohnstil ein. Nimmt es also genau, sitzen wir heute „königlich“, auch wenn so mancher Stuhl dies kaum vermuten lässt.

Hat man die Wahl zwischen Stuhl und Sessel, bevorzugen die meisten wohl den Sessel. Stühle gelten allgemein als unbequemer, obwohl das gar nicht so sein muss.

Aber es kommt eben auf den richtigen Stuhl an. Grundsätzlich besteht jeder Stuhl ja aus Stuhllehne, Sitzfläche und Stuhlbeine. Doch wie diese geformt und aufgearbeitet sind, entscheidet über bequemes oder unbequemes Sitzen. Längst haben auch Stühle für ganz bestimmte Tätigkeiten Einzug gehalten. So gibt es z.B. bereits seit längerem die typischen Essstühle. Büro- und Schreibtischstühle sind ebenfalls direkt auf eine Tätigkeit zugeschnittene Stuhlformen, die mehr und mehr auf ergonomische Bedürfnisse des menschlichen Körpers bei längerer sitzender Tätigkeit zugeschnitten sind.

Die grundsätzliche Unterscheidung der Stühle findet allerdings nach Bauweise und Funktion statt. Klar, dass es dabei auch Überschneidungen gibt und sich eine Bauweise auch bei bestimmten Funktionsstühlen immer wieder findet.

Bei den Bauweisen finden wir zum Beispiel die Freischwinger ohne Beine im hinteren Bereich, eine klassische Form der Bauhauszeit, den immer wieder beliebten Schaukelstuhl, Klappstühle – vornehmlich im Freizeitbereich genutzt oder den Windsor-Stuhl, ein klassischer Holzstuhl. Kaum zu glauben, aber auch Schemel, Kniestuhl oder der moderne Sattelstuhl gehören streng genommen zu den Stühlen, auch wenn ihnen das Merkmal der Rückenlehne vollkommen abgeht.

Werden die Stühle nach Funktion unterschieden, finden wir in Arbeitsbereichen den Büro- und Friseurstuhl, den Zahnarzt- und Geburtsstuhl und auch den traditionsreichen Kirchenstuhl. Dann gibt es natürlich noch den typischen Kinderstuhl, der die jüngsten im Sitzen lernen unterstützt und schützt oder den bequemen Liegestuhl für die Freizeitentspannung. Sogar Autositz und Rollstuhl gehören in die Riege der Funktionsstühle.

Ein praktisches Kuriosum unter den Stühlen ist der Leibstuhl. Im 18. Jahrhundert für den „täglichen Gang“ entwickelt, hielt er sich hartnäckig bis in die Anfänge des 20. Jahrhunderts.

Je nach Einsatz der Stühle entspricht ihre Form auch praktischen Anwendungen. Werden für große Besucherzahlen z.B. große Mengen an Stühlen benötigt, finden meist so genannte Stapelstühle Einsatz. Aber auch als Kunstobjekt oder Designerprodukt gehören Stühle in unser Leben. Nicht immer sind diese Stühle zwar auch wirklich zum bequemen Niederlassen geeignet, aber oft entwickeln sich aus diesen Kunstformen tatsächlich spätere Gebrauchsstühle mit ungewöhnlichem Design und extrem hohem Sitzkomfort.

Für welche Stuhlform beim Kauf auch immer die Entscheidung fällt, wichtig sind Sitzkomfort, dass sie gefallen und sich ins vorhandene Wohnambiente einfügen.

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